Ausgebildet in Moosburg/D und Hildesheim/D, ab 1118 Domherr in Augsburg/D, 1124 Kanoniker in Rottenbuch/D, 1128 in Regensburg/D. Seit 1132 Propst von Reichersberg. Diskutierte 1135 am Bamberger Hoftag mit Bernhard v. Clairvaux, musste 1167 vorübergehend fliehen. Er stand stets auf päpstlicher Seite und war ein führender Theologe und Annalist der Zeit. In seinem Kommentar zum 30. Psalm findet sich einer der frühesten Hinweise auf volkssprachlichen (deutschen) Gemeindegesang.
Literatur
- ÖL 1995
- P. Classen, G. v. R. 1960
- MGÖ 1 (1995)
- K. Rehberger in [Kat.] 900 Jahre Stift Reichersberg 1984, 1984
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Gerhoh von Reichersberg“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00021863 (abgerufen am )
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