Galuppi, Baldassare (Baldassar, Baldissera)

* 18.10.1706 Burano/Republik Venedig (I), † 3.1.1785 Venedig/Republik Venedig (Venezia/I)

Komponist

Komponierte im Alter von 16 Jahren, nachdem er zuvor nur musikalischen Unterricht von seinem Vater (einem Violine spielenden Barbier) erhalten hatte, seine erste Oper. Nach deren Misserfolg wurde er Schüler von A. Lotti. 1726–28 war er Cembalist am Teatro della Pergola in Florenz, anschließend kehrte er nach Venedig zurück, wo er als Opernkomponist reüssieren konnte. Ab 1740 Chormeister am Ospedale dei Mendicanti, 1741–43 in London erfolgreich. Zurück in seiner Heimat, widmete sich G. zunächst wieder v. a. der Oper, erhielt aber 1748 die Vizekapellmeisterstelle und 1762 die Kapellmeisterstelle an San Marco, im selben Jahr zusätzlich auch Chormeister am Ospedale degli Incurabili. 1765–68 wirkte G. als Hofkapellmeister und Komponist der italienischen Operntruppe am Hof Katharinas II. in St. Petersburg/RUS. Danach kehrte er in Venedig in seine alten Ämter zurück und widmete sich v. a. der Kirchenmusik. Zweimal hielt sich G. in Wien auf: 1748 anlässlich der UA seiner Oper Demetrio, die ein durchschlagender Erfolg war, und 1768 im Rahmen seiner Rückreise von Russland, wobei er in Wien mit J. A. Hasse zusammentraf. G.s Opern wurden in den 1760er und 1770er Jahren regelmäßig in Wien gespielt. Sein Sohn Antonio († ca. 1780) war als Librettist tätig (auch für seinen Vater).

Werke

Opern (Libretti häufig von C. Goldoni oder P. Metastasio; Demetrio [T: Metastasio, UA 16.10.1748 Wien], Artaserse [T: Metastasio, UA 27.1.1749 Wien]), Oratorien, Kantaten, Kirchenmusik, Sinfonien, Konzerte, Cembalomusik.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

23.9.2009

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Galuppi, Baldassare (Baldassar, Baldissera)“ (23.9.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x001371ff (abgerufen am )

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