Studierte Klavier und Musiktheorie in Krakau/Galizien (Kraków/PL); weitere Studien am Wiener Konservatorium (bei Franz Krenn) und in München bei Joseph Gabriel Rheinberger; 1879–81 in Krakau; 1882 Chorleiter in Leipzig/D, in Weimar/D Bekanntschaft mit F. Liszt; 1883 für Gesangsstudien in Italien (u. a. bei Francesco Lamperti in Mailand); ab 1884 Direktor des galizischen Musikvereins in Lemberg; ab 1888 in Dresden/D und Leipzig; 1890–95 lehrte er Musikgeschichte, -theorie und Sologesang am Krakauer Konservatorium; ab 1895 in Breslau/Schlesien (Wrocław/PL) Gesangslehrer und Dirigent des Musikvereins; ab 1896 Dirigent der Chorvereinigung Echo in Lemberg; in Polen v. a. als Liedkomponist populär.
Werke
Chöre (darunter Bearbeitungen polnischer, slowakischer, rumänischer, ungarischer, russischer, italienischer und japanischer Volkslieder für Männerchöre); Sololieder, Terzette und Quartette; komische Opern (Viola; Frasquita; Lili, Lala, Lola).
Schriften
- Kritiken in Nowa reforma, Gazeta Lwowska, General Anzeiger und Wiek nowy.
Literatur
- NGroveD 9 (2001)
- MGG 4 (1955)
- J. Reiß, Die schönste von allen ist die polnische Musik 1948
- S. Schmidt in Monatsschrift Sängerleben 1951
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
19.12.2001Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Gall, Jan Karol (Johann)“ (19.12.2001), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020907 (abgerufen am )
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