Studium an der Berliner (1939–42) und Wiener MAkad. (1946–49) bei A. Uhl, C. Krauss, H. Swarowsky und E. Ratz und privat bei J. Polnauer. Neben seiner Kompositionstätigkeit war F. Theaterkapellmeister und 1953–62 Musikkritiker. In dieser Zeit arbeitete er für diverse Musikergesamtausgaben (J. Haydn, ab 1955 W. A. Mozart, ab 1959 G. Mahler). Ab 1958 für die Universal Edition tätig, wurde er nach dem Tod von Ratz 1972 Haupt-Editor. 1974–91 war F. Prof. an der Wiener MHsch (ab 1985 Prof. für Tonsatz und Formenlehre). Sein umfangreiches kompositorisches Werk ist einer Mischung aus Tonalität und Zwölftontechnik verpflichtet.
Gedenkstätten
- Grab ehrenhalber Wr. Zentralfriedhof
Ehrungen
- Preis beim Kompositionswettbewerb der Wiener Symphoniker 1953
- Förderungspreis der Stadt Wien 1962
- Österreichischer Staatspreis 1970 u. 1975
- Preis der Stadt Wien (Kategorie Musik) 1976
- Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 1984
- Österr. Ehrenzeichen f. Wissenschaft und Kunst 1990
Werke
Messen, geistliche Lieder und Kantaten, Dybuk, Celestina (Opern), Die Maske (Ballett); Bühnenmusik, Kabarettlieder, Lieder (z. B. Brecht-Liederbuch, Hölderlin-Liederbuch), Chorwerke, Kammermusik.
Literatur
- MaÖ 1997
- NGroveD 9 (2001)
- Goertz 1989
- LdM 2000
- G. E. Schmidt, Orden und Ehrenzeichen Österreich 1945–1999, 1999
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
20.4.2023Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Füssl, Karl Heinz“ (20.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ce4e (abgerufen am )
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