Ausgebildet am Prager Konservatorium (u. a. bei A. Dvořák) war F. drei Jahre bei der von J. F. Wagner geleiteten Regimentsmusik (Militärmusik) des IR 49 in St. Pölten, 1894/95 als Fagottist im Theaterorchester in Agram, anschließend als Stadtkapellmeister und Chormeister in Sissek (Sisak/HR) tätig. 1897–1910 leitete er die Regimentsmusik des IR 86 in Budapest, bis 1913 die des IR 92. Seitdem lebte er als freischaffender, erfolgreicher Komponist in Berlin, gründete dort das Prager Tonkünstler-Orchester und den Musikverlag Tempo. Weltberühmt wurde sein Florentiner-Marsch.
Werke
fast 300 Werke, darunter Märsche (Florentiner-Marsch; Einzug der Gladiatoren; Fest u. treu); Walzer (Donausagen; Winterstürme); Ouvertüren (Marinarella; Miramare); geistliche Musik (u. a. 1 Requiem) und andere Vokalwerke; Kammermusik.
Literatur
- Czeike 2 (1993)
- Brixel/Martin/Pils 1982
- NGroveD 9 (2001)
- Lang 1986
- Riemann 1959
- Flotzinger 1988
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
22.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Fučik, Julius Arnošt Vilém“ (22.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00041d79 (abgerufen am )
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