Als Sohn des Komponisten und Chormeisters Johann Jakob F. (1720–87) war er schon seit seiner Kindheit in die Kirchenmusik Salzburgs eingebunden. 1773–75 Singknabe der Salzburger Hofkapelle, Ausbildung als Organist durch F. I. Lipp, den er schon im Alter von 14 Jahren auf der Salzburger Domorgel vertrat. 1777 trat F. in die Kapelle von St. Peter in Salzburg ein, wo er bis 1784 als Organist diente. Nach zwei Jahren in München (als Klavierlehrer) kam er 1786, vermutlich ermuntert von W. A. Mozart nach Wien und wurde dessen Schüler. Mozart hat ihn 1787 in Der Salzburger Lump in Wien (KV 509b) und im Kanon Lieber Freystädtler, lieber Gaulimauli (K 509a) verewigt. F. blieb bis 1834 Klavierlehrer und Komponist in Wien, zog sich 1837 in ein Versorgungshaus der Stadt Wien zurück, wo er vier Jahre später verarmt starb.
Gedenkstätten
- Gedenktafel in Salzburg, Goldgasse 14 (s. Abb.)
Werke
Klavierwerke, Bearbeitungen (z. B. von Werken Mozarts).
Literatur
- NGroveD 9 (2001)
- H. W. Hamann, F. J. F. , Diss. Innsbruck 1963
- H. W. Hamann in Acta Musicologica 34/4 (1962)
- MGG 4 (1955)
- NGroveDO 2 (1992)
- Wurzbach 4 (1858)
Abbildungen
Autorinnen
- Elisabeth Th. Hilscher
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Monika Kornberger, Art. „Freystädtler (Freystädter, Freystadler), Franz Jacob“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000208a9 (abgerufen am )
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