Studium der Theologie und Philosophie (Dr. phil.) sowie der Medizin (Dr. med.). F. war u. a. Leibarzt des Markgrafen von Baden, des Fürstbischofs von Speyer in Bruchsal/D, arbeitete in Göttingen/D, Pavia/I und als Generaldirektor des Medizinalwesens in der Lombardei. 1795 kam er nach Wien, wo er u. a. die Militärmedizin und das Allgemeine Krankenhaus (1805 Vorstand) reorganisierte, 1808 wirkte er in St. Petersburg/RUS, 1809 wieder in Wien, wurde Leibarzt der Schwester Napoleons, Marie Louise, und ließ sich 1811 endgültig in Wien nieder. Er förderte intensiv die Pflege der Musik; L. v. Beethoven zählte zu den ständigen Besuchern in F.s Privathaus (Alser Straße 20), das zu einem Mittelpunkt des musikalischen Lebens in Wien wurde. F. gilt als Begründer der Hygiene als selbständiger Wissenschaft.
Gedenkstätten
- Denkmal im 1. Hof des Alten AKH, Wien IX., 1935
- Ehrengrab Zentralfriedhof Wien
Schriften
- zahlr. medizinische Schriften
- sein Hauptwerk: System einer vollständigen medizinischen Polizey in 9 Bänden 1779–1827
Literatur
- Czeike 2 (1993, Abb.)
- ÖBL 1 (1957)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
12.8.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Frank, Johann Peter“ (12.8.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000226e5 (abgerufen am )
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