Fochler, Rudolf

* 16.1.1914 Freiwaldau/Österreichisch-Schlesien (Jeseník/CZ), † 28.12.2001 Linz

Lehrer, Musiker, Volkskundler

F. besuchte das Gymnasium in seinem Heimatort, zugleich aber auch die MSch. in Troppau, wo er Klavier, Orgel, Violine und Violoncello erlernte. Nach der Matura (1933) begann er in Prag mit der Ausbildung zum Lehrer und begann nebenbei Musikwissenschaft sowie Volkskunde zu studieren. 1934 bekam er eine erste Anstellung als Volksschullehrer in der zur Slowakei gehörenden Zips. Dort lernte er Andreas Reischek kennen, der ihm später den Weg zum Rundfunk bahnte. 1945 wurde F., mittlerweile in Pressburg ansässig, mit seiner Familie aus der Slowakei vertrieben und kam nach Oberösterreich, wo er in Peuerbach eine Anstellung als Organist und Chorleiter fand. Bald wurde man auch im Rundfunk auf ihn aufmerksam. 1951–77 war er beim ORF, Landesstudio Oberösterreich, beschäftigt, ab 1968 als Spartenleiter für Volkskultur. Nebenbei promovierte er an der Universität Graz im Fach Volkskunde und hatte mehrere Lehraufträge am Bruckner Konservatorium (heute Anton Bruckner Privatuniversität) Linz. 1971 übernahm er nach dem Ableben von H. Commenda die Obmannschaft im Oberösterreichischen Volksliedwerk. F. war es, der für die öffentliche Bekanntheit des Volksliedwerkes und für die Unterbringung von Verein und Archiv im neuen Landeskulturzentrum Ursulinenhof in Linz verantwortlich zeichnete.

Ehrungen

  • Förderpreis für Erwachsenenbildung
  • Denkmalschutz-Medaille
  • Adalbert Stifter-Medaille
  • Konsulent für Volkskultur und Heimatpflege der Oberösterr. Landesregierung
  • Prof.-Titel 1973

Schriften

Literatur

Autor

  • Klaus Petermayr

Letzte inhaltliche Änderung

15.12.2020

Empfohlene Zitierweise

Klaus Petermayr, Art. „Fochler, Rudolf“ (15.12.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003c13ed (abgerufen am )

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