Fischer, Anton Friedrich

get. 13.1.1778 Ried in Schwaben/D, † 1.12.1808 Laimgrube ( Wien VI)

Komponist, Dirigent und Sänger (Tenor)

Nach Studien bei seinem Bruder Matthäus (Karl Konrad; * 26.11.1763 Ried, † 5.5.1840 Augsburg/D; Organist, Komponist, mit der Familie Mozart befreundet) kam er nach Wien, wo er im Chor des Theaters in der Josefstadt sang und 1800 zu E. Schikaneders Freihaus-Theater wechselte. Neben seiner Tätigkeit als Sänger kleinerer Rollen komponierte F. auch Singspiele für dieses Theater und wurde 1806 neben I. v. Seyfried stellvertretender Kapellmeister am Theater an der Wien. Mit seinen Arrangements von Werken von Nicolas Dalayrac und André Erneste Modeste Grétry trug er wesentlich zur Verbreitung der opéra comique in Wien bei.

Seine Tochter Eleonora Maria Anna (* 31.1.1803 Wieden [Wien IV]), † 8.1.1870 Wien), Patenkind von El. Schikaneder, heiratete 1821 in erster Ehe den Wiener Architekten Joseph Kornhäusel (1782–1860); nach der Scheidung in den 1850er Jahren ehelichte sie den pensionierten Bankbeamten Victor Ignaz Wickerhauser.

Werke

Singspiele (Swetards Zaubertal 1805 [T: E. Schikaneder], Das Hausgesinde 1808), Opern (Die Verwandlungen 1805, Die Festung an der Elbe 1806, Das Singspiel auf dem Dache 1807, Das Milchmädchen von Perey 1808), Pantomimen; 2 Kantaten, 2 Messen; Lieder, Märsche und Klavierstücke.

Literatur

  • NGroveD 8 (2001)
  • NGroveDO 2 (1992)
  • MGG 6 (2001)
  • Stieger II/1 (1977)
  • EitnerQ 3 (1900)
  • M. Lorenz, The Godchildren of Emanuel and Eleonore Schikaneder (http://michaelorenz.blogspot.co.at, 1/2018)

Autor:innen

  • Andrea Harrandt
  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

20.4.2018

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Andrea Harrandt, Art. „Fischer, Anton Friedrich“ (20.4.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020881 (abgerufen am )

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