1879–83 Ausbildung am Konservatorium der GdM in Wien (u. a. bei F. Krenn und L. Eder). Verließ das Konservatorium ohne Abschluss und wurde Korrepetitor und Kapellmeister am Stadttheater in Steyr. In den folgenden Jahren führte er als Theaterkapellmeister ein Wanderleben: 1885 Krems, 1886 Dortmund/D, 1887 Budweis, 1888 Carltheater in Wien, 1889 Magdeburg/D, 1892 Pressburg, 1893 Regensburg/D, 1894 Linz, 1895 Hamburg/D, danach in Breslau (Wrocław/PL), Stuttgart/D, St. Petersburg/RUS. 1903 ließ er sich in Leipzig/D nieder, wo er bis 1921 am Alten und Neuen Theater Operetten dirigierte, ab 1933 am Städtischen Theater. Verschaffte der Leipziger Operette ein hohes Ansehen, was durch die Besuche von F. Lehár, O. Straus und L. Fall zu Aufführungen ihrer Werke unterstrichen wurde. 1906 erlebte die Lustige Witwe unter seiner Leitung einen durchschlagenden Erfolg.
Werke
Operetten (Der alte Dessauer 1890, Kleopatra 1897, Der Spottvogel 1898, Der Sühneprinz 1904), Singspiele, Konzertstücke.
Literatur
- LdM 2000
- MGG 16 (1979)
- Stieger II/1 (1977)
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
9.8.2002Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Findeisen (eig. Findeis), Otto Karl“ (9.8.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000226c7 (abgerufen am )
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