1773 in Salzburg nachgewiesen, 1779 scheint er bereits als Besitzer der 1690 von Martin Veith und Michael Rieger in Graz gegründeten Buch- und Musikalienhandlung auf. 1788 trat er mit Johann Georg Weingand, mit dem er seit 1780 zusammenarbeitete, erstmals als Musikalienverleger auf; vermutlich ab 1789 selbstständig. Wahrscheinlich betrieb F. auch eine Kopistenwerkstatt. Die F. F.’sche Kunst- und Musikalienhandlung wurde nach F.s. Tod von seinem Mitarbeiter J. L. Greiner weitergeführt. F. war der Taufpate von dessen Sohn Franciscus Seraphicus (* 29.5.1810 Graz), seine Frau Maria Felicitas Taufpatin von Greiners Tochter Josepha Constantia Felicitas (* 12.6.1809 Graz).
Literatur
- StMl 1962–66, 423 (sub Pechel)
- H. Glaser, Salzburgs Buchdrucker in Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 98 (1958), 155
- R. Flotzinger in H. Kremers (Hg.), Marie Caroline Herzogin von Berry 2002, 181f
- Annalen der österr. Literatur, Intelligenzbl. September 1805, Sp. 125
- Taufbuch der Pfarre Thalgau 1717–49, pag. 24
- Sterbebuch der Pfarre Graz-Hl. Blut 1808–29, pag. 360
- Taufbuch der Pfarre Graz-Hl. Blut 1806–12, fol. 136 u. 180
- eigene Recherchen (Katalog ÖNB)
Abbildungen
Autor:innen
- Rudolf Flotzinger
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Monika Kornberger, Art. „Ferstl, Franz (eig. Franciscus)“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002084d (abgerufen am )
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