Der F. kam um 1430 am Kontinent offenbar nach englischen Anregungen (Faburden) auf, wurde hier v. a. für kleine geistliche Gebrauchsstücke oder zur Gliederung großer Zusammenhänge genutzt und veränderte den kontrapunktischen Satz nachhaltig in Richtung euphonischen Klang. Ob entsprechende Ausführung auch dann angebracht ist, wenn dies möglich wäre, in der gesamten Überlieferung aber ein entsprechender Hinweis „(au) f.“ fehlt, ist umstritten. Unter den ersten, die ihn in Österreich aufgriffen, war H. J. Edlerawer (s. Nb.; bei ihm kann der c. f., wie im Faburden, auch in der Unterstimme liegen); s. a. Trienter Codices.
Literatur
- MGG 3 (1995)
- H. Besseler, Bourdon und F. 1950
- Flotzinger 1988
Abbildungen
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Fauxbourdon“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cd27 (abgerufen am )
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