War zunächst Tenorist und Geiger an der Bozener Pfarrkirche, 1747 kam er als Hauskomponist an das Damenstift in Hall in Tirol, wo er bis zu seinem Tod auch als Musikus und Gesanglehrer wirkte. Seine Werke, er schrieb auch die Musikeinlagen zu einigen Jesuitendramen (Aufführungen u. a. in Innsbruck) und für die Bozener Bürgerspiele, zeigen ein großes Kompositionstalent. Sammlungen mit Motetten bzw. Offertorien erschienen in Augsburg/D und St. Gallen/CH. Er dürfte sich auch als Instrumentenbauer bzw. -händler betätigt haben. Zu F.s. Schülern zählte E. Angerer. Sein Bruder Kandidus F. (* ca. 1698 Bozen, † 5.10.1751 Bozen) wird als „musicus famosus et capellanus huius Collegiatae“ in Bozen bezeichnet.
Werke
15 Messen (s. Tbsp.), 12 Oratorien, 40 Kantaten, Motetten (s. Tbsp.), Offertorien, Litaneien.
Literatur
- W. Senn, Aus dem Kulturleben einer süddt. Kleinstadt 1938
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004)
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
Hörbeispiele
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
4.9.2024Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Faitelli, Vigilius Blasius“ (4.9.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00223d41 (abgerufen am )
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