Schüler von Jean de Noyers, gen. Tapissier (vielleicht in Paris) und wohl befreundet mit Magister Egardus (Johannes Ecghaerd) von Brügge/B, 1412–15 daselbst an St. Donatien Succentor, vorher vielleicht an St. Walburga in Veurne/B tätig. In einem Fragment eines frühen Chorbuchs, das sich im Stift Heiligenkreuz befindet, ist er mit drei dreistimmigen Kompositonen (Ballade Ach Vlaendere vrie, Rondeau Die mey so liflic wol, Kanon Sinceram salutem care) vertreten. Da über dessen Weg nach Österreich nur spekuliert werden kann (direkt aus einem flämischen Zisterzienserkloster, über das St. Niklaskolleg in Wien und/oder über die Konzilien in Konstanz, wo sich F. aufhielt, oder auch Basel?), sind weiterführende Schlüsse über die Tragweite dieser Tatsache derzeit (2018) nicht möglich
Literatur
- MGG 6 (2001)
- NGroveD 8 (2001)
- R. Strohm in [Kgr.-Ber.] L’Ars nova Italiana del Trecento 6 Certaldo 1984, 1992
- W. K. Kreyszig in B. Gillingham/P. Merkley (Hg.), [Fs.] L. Dittmer 1990
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
2.5.2018Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Fabri, Thomas“ (2.5.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cd00 (abgerufen am )
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