Ercolini (Herculini), Joseph

* 1702 (Ort?), † 16.7.1781 Wien

Kopist, Regisseur

Er ist 1727 anlässlich der Geburt eines Sohnes erstmals in Wien greifbar (ohne Berufsangabe). Zwei Jahre später erscheint er als „Hoff-Bedienter“ und 1735 bei der Geburt eines weiteren Sohnes (Taufpate: Gius. Galli Bibiena) bereits als „kayl. Poesi und Oratorien Concipist“. Ab den beginnenden 1760er Jahren führte er auch die Opernregie am Hoftheater. E. bezog bis zuletzt ein jährliches Gehalt von 400 fl nebst einer Pension von 200 fl ab 1762. 1774 feierte er als „k. k. Italienischer Hof Poesien Copist und Director der k. k. Opern“ mit seiner Frau Maria Camilla eine „nuptia jubilae“ (Goldene Hochzeit); das Paar hatte elf Kinder. E. war 50 Jahre lang als Kopist für P. Metastasio tätig und kopierte auch dessen Privatkorrespondenz (neben M. Martines und deren Bruder Joseph).

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

29.5.2024

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Ercolini (Herculini), Joseph“ (29.5.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )

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