Verkaufte zunächst auf Märkten Galanteriewaren und billige Stiche aus dem Prager Verlag Balzer, den er 1789 übernahm. Im selben Jahr eröffnete E. eine eigene Kunst- und Kupferstichhandlung in Wien und verdiente besonders mit den von ihm erfundenen Glückwunschbillets ein Vermögen. 1794 begann er, zunächst nur vereinzelt, auch Musikalien anzubieten. Seit Ende 1796, als I. Sauer für wenig mehr als ein Jahr Teilhaber wurde, entwickelte sich die Kunst- und Musikalienhandlung (nun J. E. & Comp.) zu einem der wichtigsten Wiener Musikverlage. 1811 trat E.s Schwiegersohn J. Bermann in die Firma (nun J. E. & Co.) ) ein, die er 1817 übernahm und 1836 in J. Bermann & Sohn umbenennen ließ. Nach 1828 erschienen allerdings nur noch selten Musikdrucke.
Literatur
- NGroveD 7 (2001)
- Weinmann 2/12 (1968)
- MGÖ 2 (1995)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Eder, Joseph“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cc50 (abgerufen am )
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