Dumba, Nikolaus (Nicolaus)

* 24.7.1830 Döbling (Wien XIX), † 23.3.1900 Budapest

Industrieller, Politiker und Kunstmäzen

Sein Vater stammte aus dem heute griechischen Vlasti/Makedonien und war 1817 nach Wien emigriert. D. besuchte hier das Akademische Gymnasium; Studienreisen in den Orient; Besitzer der k.k privaten Baumwollspinnerei in Tattendorf/NÖ, 1870–95 Mitglied des Niederösterreichischen Landtags, 1873–85 Mitglied des Abgeordnetenhauses; Beziehungen zum Kaiserhaus; Mitglied des Kunstrats des Ministeriums für Cultus und Unterricht, Vizepräsident der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und Vorstandsmitglied des Wiener Männergesang-Vereins, begeisterter Schubert-Sänger, Kunstsammler (Skulpturen); größte private Schubert-Sammlung (der Stadt Wien vermacht, wurde Grundstein einer eigenen Musiksammlung); regte die Aufstellung zahlreiche Denkmäler an (L. v. Beethoven, J. Brahms, W. A. Mozart, Fr. Schubert). Mit seiner Frau Maria, geb. Mannó (* 27.5.1845 Budapest, † 26.10.1936 Tattendorf) hatte er Tochter Irene (verh. Hanus, * 11.4.1864 Wien, † 26.3.1920 Leysin/CH).

Gedenkstätten

  • Dumbastraße (Wien I)
  • Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof (s. Abb.)

Ehrungen

  • Ehrenbürger der Stadt Wien 1890
  • Geheimer Rat
  • zahlreiche Orden und Ehrenmitgliedschaften

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

11.11.2025

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Dumba, Nikolaus (Nicolaus)“ (11.11.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cc1f (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.