Sein Vater stammte aus dem heute griechischen Vlasti/Makedonien und war 1817 nach Wien emigriert. D. besuchte hier das Akademische Gymnasium; Studienreisen in den Orient; Besitzer der k.k privaten Baumwollspinnerei in Tattendorf/NÖ, 1870–95 Mitglied des Niederösterreichischen Landtags, 1873–85 Mitglied des Abgeordnetenhauses; Beziehungen zum Kaiserhaus; Mitglied des Kunstrats des Ministeriums für Cultus und Unterricht, Vizepräsident der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und Vorstandsmitglied des Wiener Männergesang-Vereins, begeisterter Schubert-Sänger, Kunstsammler (Skulpturen); größte private Schubert-Sammlung (der Stadt Wien vermacht, wurde Grundstein einer eigenen Musiksammlung); regte die Aufstellung zahlreiche Denkmäler an (L. v. Beethoven, J. Brahms, W. A. Mozart, Fr. Schubert). Mit seiner Frau Maria, geb. Mannó (* 27.5.1845 Budapest, † 26.10.1936 Tattendorf) hatte er Tochter Irene (verh. Hanus, * 11.4.1864 Wien, † 26.3.1920 Leysin/CH).
Gedenkstätten
- Dumbastraße (Wien I)
- Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof (s. Abb.)
Ehrungen
- Ehrenbürger der Stadt Wien 1890
- Geheimer Rat
- zahlreiche Orden und Ehrenmitgliedschaften
Literatur
- Czeike 2 (1993)
- ÖBL 1 (1957)
- E. Konecny, Die Familie D. und ihre Bedeutung für Wien und Österreich, Diss. Wien 1970
- H. Würtz (Hg.), [Kat.] N. D., Wien 1997
- https://www.myheritage.at (11/2025)
- Nachlass: WStLB
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
11.11.2025Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Dumba, Nikolaus (Nicolaus)“ (11.11.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cc1f (abgerufen am )
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