Dietmar von Aist

ca. 2. Hälfte des 12. Jh.s.

Minnesänger

Ist im Umkreis der Herren v. Aist in Oberösterreich zu finden (nicht identisch, wie fälschlich u. a. bei Czeike, mit dem 1139 urkundlich bezeugten Ditmarus de Agasta, † um 1171). D. ist gemeinsam mit dem Kürnberger ein früher Vertreter der donauländischen Lyrik. Die Texte dieser beiden frühen Vertreter, für die lt. Spechtler (in MGÖ) noch nicht der Terminus Minnesang anzuwenden sind, wurden erst über 100 Jahre später in der Großen Heidelberger Liederhandschrift aufgezeichnet. Bei D. ist eine Mischung aus einheimischen und romanischen Elementen feststellbar; er ist der Autor eines der frühesten deutschen Taglieder, welches „eine aufschlußreiche Zwischenstellung zwischen deren außerhöfischer und höfischer Form (ohne bzw. mit Wächterfigur) einzunehmen scheint“ (A. Wolf in Zeman).

Literatur

Autorin

  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Dietmar von Aist“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cbb9 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.