Ist im Umkreis der Herren v. Aist in Oberösterreich zu finden (nicht identisch, wie fälschlich u. a. bei Czeike, mit dem 1139 urkundlich bezeugten Ditmarus de Agasta, † um 1171). D. ist gemeinsam mit dem Kürnberger ein früher Vertreter der donauländischen Lyrik. Die Texte dieser beiden frühen Vertreter, für die lt. Spechtler (in MGÖ) noch nicht der Terminus Minnesang anzuwenden sind, wurden erst über 100 Jahre später in der Großen Heidelberger Liederhandschrift aufgezeichnet. Bei D. ist eine Mischung aus einheimischen und romanischen Elementen feststellbar; er ist der Autor eines der frühesten deutschen Taglieder, welches „eine aufschlußreiche Zwischenstellung zwischen deren außerhöfischer und höfischer Form (ohne bzw. mit Wächterfigur) einzunehmen scheint“ (A. Wolf in Zeman).
Literatur
- F. P. Knapp in R. G. Plaschka/A. M. Drabek (Hg.), Österreich im Hochmittelalter (907 bis 1246) 1991
- NGroveD 7 (2001)
- ÖL 1995
- MGÖ 1 (1995)
- H. Zeman (Hg.), Literaturgeschichte Österreichs 1996
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Dietmar von Aist“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cbb9 (abgerufen am )
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