Demuth, Louise (eig. Aloisia, Pseud. Louis Demuth)

* 19.2.1888 Wien, † 30.8.1939 Wien

Sängerin, Komponistin

Demuth war die älteste Tochter des späteren Besitzers (1924–42) des Baumgartner Biotheaters (auch Baumgartner Lichtspiele oder Baumgartner-Tonkino) in Penzing (Wien XIV) Karl Demuth (1865–1942) und seiner Frau Emilie Katharina, geb. Kuchar (* 1864). Sie lernte Klavier an der Musikschule „R. Mittermüller“ in Hietzing (Wien XIII) sowie 1902–04 am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde bei Hans Hofmann und Ludwig Dietl, besuchte die Theater-Schule „Lori Stübel“ und erhielt privaten Gesangs- (Fanny von Kominek) und Schauspielunterricht (Emilie Door). Danach war sie als Operetten-Soubrette an verschiedenen Bühnen im deutschsprachigen Raum tätig. Demuth komponierte v. a. Wienerlieder und Salonstücke, die z. T. verlegt und besonders 1933–38 – auch im Radio – aufgeführt wurden. Ab 1936 war sie Mitglied der AKM. Am 17.5.1910 heiratete sie ihren Cousin, den Beamten Adolf Demuth (1884–1947).

Ehrungen

  • 6. und 9. Preis bei der Wiener Schlagerkonkurrenz 1933

Werke

Wien ist die Stadt der schönsten Frau’n 1932 (T: R. Hoffmann und Otto Rejzek), I’ kenn’ mi’ glänzend da draußen in Salmannsdorf aus 1933 (T: R. Hoffmann und O. Rejzek), Mimosa, Valse Boston 1933, Mitten durch 1933 (T: F. Allmeder), Rot-blaue Elf, Marsch 1933, Weana Kinder 1933 (T: W. Zorn), Schnaps ma noch a bisserl Frau Wirtin! 1937, Titelbild 1937 (T: J. Petrak), Und klopft an das Herz dir ein Wienerlied! 1937 (T: Karl Koller), Erika, Walzer Intermezzo um 1936, Es spielt im Hof ein Wiener Werkel (T: M. H. Heger), Sagenumwobene Märchenstadt (T: F. Allmeder).

Literatur

  • Art. „Demuth Louise“, in: 210 österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Biographie, Werk und Bibliographie. Ein Lexikon, hrsg. von Eva Marx und Gerlinde Haas, Salzburg 2001, 437 (mit WV)
  • Ilse Korotin, Art. „Demuth Louise, Ps. Louis Demuth“, in: biografiaA. Lexikon österreichischer Frauen, Bd. 1, hrsg. von Ilse Korotin, Wien 2016, 570
  • Taufbuch der Pfarre Fünfhaus (Wien XV) 1888, fol. 39
  • Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Demuth (9.4.2026)
  • Musikdatenbank von mica – music austria, https://db.musicaustria.at/node/213137 (9.4.2026)
  • Mitt. Archiv der MUniv. Wien (11.9.2026)
  • Eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM)

Autorin

  • Eva Maria Hois

Letzte inhaltliche Änderung

16.9.2026

Empfohlene Zitierweise

Eva Maria Hois, Art. „Demuth, Louise (eig. Aloisia, Pseud. Louis Demuth)“ (16.9.2026), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )

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