Damberger, Max

* 6.8.1877 St. Gallen/St, † 15.4.1943 Linz

Militärkapellmeister

Wuchs in Ried im Innkreis auf, wo er an der MSch. des Kpm. Bernhard Redl den ersten Musikunterricht erhielt. 1892 rückte er in das IR 84 unter K. Komzak ein, 1899 wurde er zum IR 100 nach Krakau versetzt, wo er erstmals als Dirigent hervortrat und ab 1906 als Regimentstambour fungierte. Daneben besuchte er das Krakauer Konservatorium. 1908–18 Kpm. des IR 56 in Krakau, nach Kriegsbeginn 1914 komponierte er den Marsch In treuer Kameradschaft, gewidmet Kaiser Franz Joseph I. 1918–34 Kpm. des oberösterreichischen Alpenjägerregiments 7 in Linz, mit dem er zahlreiche Konzerte gab und auch im Rundfunk auftrat. D. gründete außerdem 1919 eine Musikkapelle und fungierte seit 1922 als langjähriger Leiter des Linzer Konzertvereins (bis 1925 Tonzunft), den er erfolgreich zu einem Symphonieorchester ausbaute. Um seine Stelle als Militärkpm. behalten zu können, legte er 1923 an der Wiener MAkad. die Kpm.-Prüfung ab. 1926 feierte er sein 25-jähriges Dirigentenjubiläum. Nach seiner Pensionierung 1934 widmete sich D. vorrangig der Blasmusik und war u. a. Kurkpm. in Bad Hall/OÖ. D. schrieb u. a. zahlreiche Militärmärsche, darunter den in der Zeit des Ständestaates populären Reichsverbands-Marsch.

Ehrungen

  • Ehrenmitglied des Linzer Konzertvereins.

Werke

Streichquartette, Konzertstücke, Militärmärsche, Tänze (s. Abb.).

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

20.4.2018

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Damberger, Max“ (20.4.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb5b (abgerufen am )

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