Die Tochter des Kaufmanns Stefan Bravačić absolvierte ihre musikalische Ausbildung um 1914 an der MSch. Kaiser in Wien und vervollkommnete ihr Klavierspiel bei Isidor Philipp in Paris. Ab 1928 unterrichtete sie Klavier an der MSch. Stanković in Belgrad, 1945–62 war sie Prof.in an der MAkad. Belgrad. 1948–50 leitete sie die MSch. Mokranjac. Bereits in ihrer Jugend soll sie in Wien aufgetreten sein; in der Zwischenkriegszeit gab sie regelmäßig Solokonzerte in Belgrad. Đ. arbeitete mit der Konzertabteilung der MSch. Stanković, dem Ensemble Collegium musicum sowie dem Organisationskomitee der Volksuniv. Kolarac zusammen. Als Klavierbegleiterin konzertierte sie u. a. mit der Sängerin Ivanka Milojević und der Geigerin Meri Žeželj. Darüber hinaus musizierte sie in einem Amateurtrio mit dem Flötisten Siniša Stanković und dem Cellisten Aleksandar Đ., ihrem Ehemann. Als Klavierpädagogin bemühte sie sich, bei ihren Schülern eine natürliche und freie Bewegung sowie eine logische und klare Phrasierung zu entwickeln. Sie hielt öffentliche Vorträge über Musik und veröffentlichte Beiträge zur Klaviermethodik in der Zeitschrift Muzički glasnik [Musikalisches Mitteilungsblatt]. Zudem war sie als eine der Redakteurinnen der Zeitschrift Slavenska muzika [Slawische Musik] tätig.
Schriften
- Artikel in der ZsMuzički glasnik.
Literatur
- B. Dimitrijević, Muzička škola „Mokranjac“ 1899–1974[Musikschule „Mokranjac“], 1974
- Muzička škola Mokranjac – prvih 100 godina [Musikschule Mokranjac – Die ersten 100 Jahre] 1999
- D. Katunac, Klavirska muzika Miloja Milojevića [Klaviermusik von Miloje Milojević] 2004
- R. Pejović, Koncertni život u Beogradu (1919–1941) [Das Konzertleben in Belgrad (1919–1941)] 2004
- Reichspost 25.6.1914, 9
- Matrica krštenih Parohije Svetog Blagovještanija u Dubrovniku [Matrikel der Getauften der Pfarrei zur Heiligen Verkündigung in Dubrovnik] (1883–1900)
Autorin
- Marijana Kokanović Marković
Letzte inhaltliche Änderung
31.10.2025Empfohlene Zitierweise
Marijana Kokanović Marković, Art. „Đaja (geb. Bravačić), Milka“ (31.10.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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