Schüler des Pressburger Domkapellmeisters Carl Frajmann von Kochlov; 1862 Dirigent an der Oper in Odessa/UA, wirkte dann als Musiklehrer und später als Kapellmeister in Wiener Neustadt (1864/65), Innsbruck, Triest und am Carltheater in Wien sowie bei verschiedenen IR.ern in Prag und Wien, zuletzt beim ungarischen Regiment Franz Ferdinand Nr. 19. Cz. veranstaltete seit den 1880er Jahren „Monsterkonzerte“ in der Rotunde im Wiener Prater. Erfolgreich war er auch als Komponist von Tanz- und Salonmusik (besonders mit der Stephanie-Gavotte op. 312), als Bearbeiter Beethovenscher Werke, ebenso mit seiner ersten Operette Pfingsten in Florenz (1884). C. zählte mit C. M. Ziehrer und K. Komzák zur „Trias“ in der Glanzzeit der österreichischen Militärmusik.
Gedenkstätten
- ehrenhalber gewidmetes Grab am Wr. Zentralfriedhof
Ehrungen
- 1. Preis Internationale Musikkapellenkonkurrenz Brüssel 1880
- Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1880
Werke
9 Singspiele bzw. Operetten; fast 400 Werke für Orchester (Tänze, Märsche, Salonmusik, Arrangements); Requiem.
Literatur
Abbildungen
Autoren
- Uwe Harten
- Friedrich Anzenberger
Letzte inhaltliche Änderung
18.4.2023Empfohlene Zitierweise
Friedrich Anzenberger, Uwe Harten, Art. „Czibulka, Alfons (eig. Adolphus Joannes Nepomuck)“ (18.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb4e (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

