Vielfältige Ausbildung in Wien und Paris (u. a. bei J. Mertin, E. Ratz, Hans Ulrich Staeps); 1956 Promotion im Fach Musikwissenschaft an der Univ. Wien. 1958 Gründung der Musica Antiqua, eines der ältesten Ensembles der Alte Musik-Bewegung in Österreich, 1968 Trennung und Gründung eines neuen Ensembles, das seit 1969 den Namen C.-Consort trug. 1962–70 Lehrer an der Wiener Musikhochschule (Blockflöte, Musik des Mittelalters etc.) und zahlreiche Konzerte mit mittelalterlicher und Renaissance-Musik. C. war einer der wichtigsten Pioniere der Alte-Musik-Bewegung und hat bahnbrechend v. a. für die Reaktivierung und Wiederaufführbarkeit mittelalterlicher Musik gewirkt. Auch die Kompositionen von C. wurden durch die Beschäftigung mit alter Musik einerseits und der jüdischen Tradition (v. a. der Kabbala) andererseits beeinflusst.
Ehrungen
- u. a. Edisonpreis der Stadt Amsterdam 1981
- Prof.-Titel 1996
- Preis der Stadt Wien (Kategorie Musik) 1997
Werke
zahlreiche Bühnen- und Filmmusiken (Moliere 1978, Urfaust 1982), Musik für Blockflöte, Oratorien (Kabbala, Apokalypsis).
Literatur
- MaÖ 1997
- NGroveD 6 (2001)
- InterpretenL 1992
- ÖL 1 (1995)
- www.clemencic.at (2/2008)
- Mitt. R. C.
- https://wien.orf.at (3/2022)
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
10.3.2022Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Clemencic, René“ (10.3.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cafb (abgerufen am )
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