Castello, Dario

get. 19.10.1602 Venedig/Republik Venedig (Venezia/I), † 2.7.1631 Venedig

Komponist und Instrumentalist

Erhielt seine Ausbildung von seinem Vater Giovanni Battista C., einem Geiger, der bei einigen venezianischen Instrumentalvereinigungen tätig war. 1620 begann C. eine kirchliche Laufbahn und wurde 1627 zum Priester geweiht. Daneben Tätigkeit als Komponist, bereits 1621 erschien seine erste Sonatensammmlung in Druck. Darüber hinaus auch als Musiker tätig. Am 19.11.1624 Ernennung zum „sonador di violin“ an San Marco unter Claudio Monteverdi, um 1627 war er „Capo di Compagnia de Musichi d’Instrumenti da fiato in Venetia“, eines Ensembles, das neben verschiedenen Blasinstrumenten auch Geigen und Bratschen enthalten konnte. C. widmete den 2. Band seiner Sonate concertate in stil Moderno (Venedig 1629) Kaiser Ferdinand II. Er erlag einer Pestepidemie. Seine Instrumentalwerke erlangten große Popularität und wurden über 30 Jahre nach seinem frühen Tod noch nachgedruckt. D.s Bruder Francesco war Posaunist an San Marco.

Werke

Sonate concertate in stil moderno 1621 und 1629 (s. Tbsp.); Motette Exultate Deo.

Literatur

Abbildungen

Hörbeispiele

Autorinnen

  • Monika Kornberger
  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2020

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Monika Kornberger, Art. „Castello, Dario“ (14.3.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cab1 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.