Erhielt seine Ausbildung von seinem Vater Giovanni Battista C., einem Geiger, der bei einigen venezianischen Instrumentalvereinigungen tätig war. 1620 begann C. eine kirchliche Laufbahn und wurde 1627 zum Priester geweiht. Daneben Tätigkeit als Komponist, bereits 1621 erschien seine erste Sonatensammmlung in Druck. Darüber hinaus auch als Musiker tätig. Am 19.11.1624 Ernennung zum „sonador di violin“ an San Marco unter Claudio Monteverdi, um 1627 war er „Capo di Compagnia de Musichi d’Instrumenti da fiato in Venetia“, eines Ensembles, das neben verschiedenen Blasinstrumenten auch Geigen und Bratschen enthalten konnte. C. widmete den 2. Band seiner Sonate concertate in stil Moderno (Venedig 1629) Kaiser Ferdinand II. Er erlag einer Pestepidemie. Seine Instrumentalwerke erlangten große Popularität und wurden über 30 Jahre nach seinem frühen Tod noch nachgedruckt. D.s Bruder Francesco war Posaunist an San Marco.
Werke
Sonate concertate in stil moderno 1621 und 1629 (s. Tbsp.); Motette Exultate Deo.
Literatur
- R. Baroncini in Recercare XXIX/1–2 (2017); MGG 4 (2000) u. 15 (1973)
- NGroveD 5 (2001)
- MGÖ 1 (1995)
- E. Selfridge-Field in Music and Letters 53 (1972)
- A. Dell’Antonio, Syntax, Form, and Genre in Sonatas and Canzonas, 1621–1635, 1996
- https://it.wikipedia.org/wiki/Dario_Castello (2/2020)
- https://en.wikipedia.org/wiki/Dario_Castello (2/2020)
Abbildungen
Hörbeispiele
Autorinnen
- Monika Kornberger
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2020Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Monika Kornberger, Art. „Castello, Dario“ (14.3.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cab1 (abgerufen am )
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