Studium der Germanistik und Musikwissenschaft an der Univ. Wien (Dr. phil.). Zunächst Tätigkeit als Theaterrezensent, nach dem Ersten Weltkrieg Übersiedlung nach Berlin, wo er Chefredakteur des Filmkuriers wurde. Darüber hinaus ab 1919 Verfasser von zahlreichen Filmdrehbüchern, Tätigkeit als Regisseur einiger Stummfilme und um 1923 artistischer Direktor der Vita Filmindustrie-A.G. in Wien. Als freischaffender Autor schrieb er Opernlibretti sowie zahlreiche Schlagertexte, u. a. für O. Stransky. 1933 Rückkehr nach Wien. Für das Theater in der Josefstadt arbeitete er zeitweise als Chefdramaturg. 1938 verließ er Österreich (Exil), wurde 1939 in Frankreich interniert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges Rückkehr nach Wien, wo er u. a. als Hörspielautor arbeitete.
Ehrungen
- Dritter Preis beim Wiener Operettenwettbewerb 1953 für das Libretto zu Der große Komödiant.
Werke
Opernlibretti (dt. Fassung von Marja [M: Jos. B. Förster] 1915; Abbé Innocent [M: M. Ast] 1918); Schlagertexte (Mädel, wenn du mit mir Rumba tanzt [M: K. M: May], Du alter Stephansturm [M: F. Kreisler], Was kann so schön sein wie deine Liebe [M: Nikolaus Brodszky], Wenn man sein Herz verliert [M: O. Stransky]); Filmdrehbücher (Der Andere 1930, Gassenhauer 1931, Gitta entdeckt ihr Herz 1932); Schwänke.
Literatur
- K. Weniger, „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben…“ 2011
- Stieger 3/1 (1979)
- Komödie 4/49 (1923), 4
- 30f
- 38
- www.wikipedia.org (3/2014)
- WStLA (Meldearchiv)
- eigene Recherchen
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
2.4.2014Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Brandt, Johannes“ (2.4.2014), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002fe740 (abgerufen am )
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