Aus adeliger Familie, im Dienst des Kardinals von Bologna/I. 1610 Musiker der Münchner Hofkapelle, 1611 Vizekapellmeister, leitete das Instrumentalensemble, stand auch in Beziehung zum Innsbrucker Hof (erhielt 1612 Reisegeld), widmete 1621 Kaiser Ferdinand II. Kompositionen (nicht erhalten), wurde 1623 vom Kaiser geadelt; verließ München 1625 auf der Flucht vor seinen Gläubigern, 1629/30 als Instrumentalist am Wiener Hof nachweisbar; setzte sich früh mit dem neuen Stil der Seconda pratica auseinander.
Werke
8 Fantasien für 2 Instrumente und B. c.; geistliche und weltliche Vokalmusik (Scherzi musicali ecclesiastici, Cantica divae Mariae Virginis, Ardori spirituali, Fioretti musicali leggiadri).
Literatur
- MGG 3 (2000)
- NGroveD 3 (2001)
- MGÖ 1 (1995)
- Senn 1954
- H. Leuchtmann in H. Galser (Hg.), Um Glauben und Reich: Kurfürst Maximilian I. 1980
- S. Saunders, Cross, Sword, and Lyre: Sacred Music at the Imperial Court of Ferdinand II of Habsburg 1995
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Borlasca (versch. Schreibweisen), Bernardin“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f90c (abgerufen am )
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