Erstmals 1588 in der Kapelle von Eitel Friedrich IV. v. Hohenzollern-Sigmaringen erwähnt, war 1602 Mitglied der HMK von Wolf Dietrich v. Raitenau in Salzburg; 1608 wurde B. zum Hofkapellmeister ernannt. 1613 kurzfristig unter dem neuen Erzb. Marcus Sitticus durch Francesco Turco ersetzt, kehrte B. 1614 in sein Amt zurück, das er bis zu seinem Tod innehatte. B. zählt zu den wichtigsten Meistern des Frühbarock (Barock) in Salzburg; seine Werke blieben teilweise bis in die Mozart-Zeit im Repertoire der Salzburger Kirchen. Auch seine Söhne Pietro (II.) († 1646 Salzburg), Chorvikar, und Johann Franz (* 1606 Salzburg), Organist des Domkapitels, und sein Enkel Wolfgang Wilhelm (Sängerknabe, dann Chorvikar und Hofmusiker in Salzburg) setzten die musikalische Tradition der Familie fort.
Werke
vorwiegend Kirchenmusik (Motetten, Miserere, Philomela coelestis 1624).
Literatur
- MGG 5 (1956)
- NGroveD 10 (2001) [Guetfreund, Peter]
- Schneider 1935
- [Kat.] Fürsterzb. Wolf Dietrich v. Raitenau 1987
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Bonamico (Guetfreund), Pietro (Peter)“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f8fd (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

