1985 kam es unter dem Dudelsackspieler Rudolf Lughofer in Kremsmünster zur Gründung der Dudelsackgruppe Lughofer in der Besetzung Es-Klarinette, B-Klarinette, Geige, Kontrabass und Dudelsack. Als Franz Lacherstorfer 1987 mit einem zweiten Bordun-Instrument, der Drehleier, die Gruppe erweiterte, führte dies zur Namensänderung in Bock- und Leier-Musik. Lughofer und sein Ensemble waren grundlegend an der „Dudelsack-Renaissance“ in Österreich beteiligt. Das Repertoire der B.- u. L. K. beinhaltet das landesübliche Melodiengut, die traditionelle regionale Volksmusik sowie Tanzmusik, großteils mit Gesang versehen. Eine konstante Besetzung bis heute (2013) gab es nur bei Bock und Leier, die übrigen Instrumente unterlagen einem steten Wechsel. Für kleinere Spielgelegenheiten gibt es eine 2/3er- sowie 4/5er-Besetzung; Bass, B-Klarinette und Begleitgeige kommen in der großen Besetzung mit sechs oder sieben Musikanten zum Einsatz. Besetzung 2012: Rudolf Lughofer (Bock, Teufelsgeige), Gudrun Kepplinger (Geige), Elfriede Lacherstorfer (Kontrabass), Dietmar Gondosch (B-Klarinette), Hans Theiss (Es-Klarinette) und Franz Lacherstorfer (Drehleier, gelegentlich Torupill [estnischer Dudelsack], Ritsch-Ratsch). Häufig zu Gast sind Volker Derschmidt (Geige, Heogeige [Piccolo-Violine]), David Mayr (Geige, Bock) sowie Werner Mayrhuber (Klarinette).
Werke
Rundfunkaufnahmen und Einspielungen: u. a. Lebenslang 1997.
Literatur
- V. Derschmidt in 3. Vierteltakt 2011
- eigene Recherchen
Autorin
- Sandra Föger
Letzte inhaltliche Änderung
16.1.2013Empfohlene Zitierweise
Sandra Föger, Art. „Bock- und Leier-Musik Kremsmünster“ (16.1.2013), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002da717 (abgerufen am )
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