Blendinger, Herbert

* 3.1.1936 Ansbach/D, † 15.5.2020 Graz

Komponist und Bratschist

1951–57 Studium am Nürnberger Konservatorium bei Willy Horwath und Max Gebhard. Danach bis 1961 Studium an der MHsch. München/D bei Georg Schmid und Franz Xaver Lehner. Ab 1961 Solobratschist, u. a. 1963–67 bei den Bamberger Symphonikern und 1967–81 beim Bayerischen Staatsorchester München. Solistische und kammermusikalische Tätigkeit, Rundfunk- und Fernsehproduktionen, Lehrtätigkeit. 1974–76 Lehrer für Viola und Kammermusik am Richard Strauss-Konservatorium in München, 1979–82 Lehrer für Kammermusik an der MHsch. Würzburg/D. Ab 1981 Prof. für Viola und Kammermusik an der MUniv. Graz. Ein Schlaganfall während einer Konzertreise 1983 machte eine Fortsetzung seiner Tätigkeit als Bratschist ein Ende. Im Wintersemester 1983/84 nahm er seine Lehrtätigkeit in Graz wieder auf, 1988 folgte die krankheitsbedingte Emeritierung. B.s Kompositionen entstanden auf tonaler Basis mit technischen Mitteln verschiedener historischer Provenienz, seine letzte Komposition, die Suite in B für das Grazer ALEA-Ensemble entstand 2012 (UA 28.6.2012 London). Er betrieb einen eigenen Verlag.

Ehrungen

  • diverse deutsche Preise

Werke

u. a. Ballettmusik Tanz des Boreas 1979; OrchesterwerkMedia in vita 1979/1980; Kammeroper Versuchung 1984 (nach Franz Werfel); Oratorium Mich ruft zuweilen eine Stille 1992; Geistliche Musik Choralmeditation für Altsaxophon und Orgel 1998, Drei Psalmgesänge für Männerchor 2006; Kammermusik; Schulmusik; Bearbeitungen.

Literatur

Autor:innen

  • Andrea Harrandt
  • Georg Demcisin

Letzte inhaltliche Änderung

17.7.2025

Empfohlene Zitierweise

Georg Demcisin, Andrea Harrandt, Art. „Blendinger, Herbert“ (17.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f8c2 (abgerufen am )

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