Wurde 1867 nach Wien berufen, wo er durch seine bahnbrechenden Operationen einer der Hauptexponenten der Wiener Medizinischen Schule wurde. Er veranlasste die Gründung des Rudolfinerhauses und der Gesellschaft der Ärzte. Schon in seiner Studienzeit in Göttingen/D galt er als gewandter Klavierspieler. 1860–66 als Prof. für Chirurgie in Zürich/CH tätig, spielte er regelmäßig Streichquartett. 1865 lernte er J. Brahms kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband, die in einem von B.s Schwiegersohn 1935 herausgegebenen Briefwechsel dokumentiert ist. In Wien führte B. einen musikalischen Salon, in dem auch E. Hanslick verkehrte; er dilettierte selbst als Musiker und Komponist.
Gedenkstätten
Ehrungen
- Österr. Ehrenzeichen f. Kunst und Wissenschaft 1892
Schriften
- (u. a.) Briefe 1895
- Wer ist musikalisch? 1896
Literatur
- MGG 2 (1999)
- Czeike 1 (1992)
- ÖBL 1 (1957)
- ÖL 1995
- M. Nagel et al., Th. B. Chirurg und Musiker 1994
- O. Gottlieb-Billroth (Hg.), B. und Brahms im Briefwechsel 1935
- W. Weckbecker, Zur Gesch. des österr.-ungar. Ehrenzeichens f. Kunst und Wissenschaft 1926
Abbildungen
Links
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
19.1.2023Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Billroth, Theodor“ (19.1.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f898 (abgerufen am )
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