Nach Studien bei Wenzel Franz Skop und am Musikverein in Innsbruck bei E. Schennich Kapellmeister-Ausbildung an der Wiener MHsch; als Organist Autodidakt. Hauptberuflich Postbeamter, wirkte B. ab 1926 als Chorleiter in Innsbruck; 1928–38 Leiter des Kirchenchores Innsbruck-Pradl, ab 1932 auch des Chors an der Jesuitenkirche (Universitätskirche). Studium der Musikwissenschaft, Mitarbeit beim Bozener Rundfunk, Musikkritiker der Innsbrucker Nachrichten. Seine Arbeit an einer Innsbrucker Musikgeschichte blieb unvollendet. 1934–38 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Tiroler Komponisten, seine produktivste und erfolgreichstes Schaffenszeit hatte B. während der Zeit des Nationalsozialismus. B. war der progressivste Tiroler Komponist in der 1. Hälfte des 20. Jh.s, anders als z. B. A. Kanetscheider und J. E. Ploner stand bei ihm nicht die Umsetzung programmatischer Inhalte (Programmmusik) im Vordergrund. Zunächst an Max Reger orientiert, wurde für seine Werke nach 1945 die Auseinandersetzung mit Paul Hindemith und der Dodekaphonie bedeutsam. Seit 1981 wird von der Stadt Innsbruck der E. B.-Preis vergeben.
Ehrungen
- Kunstförderungspreis der Stadt Innsbruck 1952
Werke
Bühnenmusiken; Orchesterwerke; Suite für Org., Sax., Geigenchor; Missa sinfonica; Musik für Cb. und Streichorch.; Cembalokonzert, Violinkonzert; Orgeltoccata; Abenteuer Casanovas (Ballett; s. Tbsp.); Chorwerke; Lieder (Des Lebens Vergänglichkeit); Volksliedbearbeitungen.
Schriften
- Die Opernpflege im Innsbrucker Theater in 110 Jahre Innsbrucker Theater 1955/56
- Innsbrucker Musik- und Opernpflege im 19. Jh. [Ms]
Literatur
- MaÖ 1997
- MGÖ 3 (1995), 270
- A. Riester in ÖMZ 25 (1970), 1, Booklets zu den CDs Klingende Kostbarkeiten aus Tirol 65, 66 u. 73 (Institut f. Tiroler Musikforschung 2010)
- www.musikland-tirol.at (6/2013)
Abbildungen
Hörbeispiele
Autor:innen
- Andrea Harrandt
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
17.6.2013Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Andrea Harrandt, Art. „Berlanda, Emil“ (17.6.2013), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f864 (abgerufen am )
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