Erste Ausbildung in den Stiften Lambach und Reichersberg am Inn, Gymnasium in Regensburg/D (Mitschüler von J. Pachelbel). Ging 1676 zum Studium nach Leipzig/D. Ab 1680 war er Hofmusiker in Weißenfels und wurde 1685 Hofkonzertmeister, 1697 Bibliothekar. Neben musiktheoretischen Schriften verfasste er Schelmenromane im Stile von Grimmelshausen. Als Schriftsteller in der Germanistik schon lang gewürdigt, ist sein musikalisches Werk erst in den letzten Jahren wiederentdeckt worden (s. Abb. aus der Messe Vrsus murmurat,).
Werke
1 Oper (Die keusche Susanne); Kantaten; Kirchenmusik.
Schriften
- u. a. Bellum musicum 1701
- Musicalische Discurse 1719
- Teutsche Winternächte 1682
- Der Simplicianische Welt-Kucker 1677–79
Literatur
Sein Verwandter P. Theodorich B. OSB (Franz) (* 1.1.1654 Feldkirch/V, † 27.6.1708 Kremsmünster/OÖ) trat 1675 in das Stift Kremsmünster ein, wo er 1686–1708 als Regens chori wirkte, nicht jedoch als Komponist.
Literatur
- Kellner 1956
- EitnerQ 1 (1900)
Abbildungen
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
13.4.2018Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Beer (Bähr, Bär, Behr, Peer, Ursus), Johannes (Pseud. Jan Rebhu u. a.)“ (13.4.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ff22 (abgerufen am )
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