B. besuchte die Präparandie in Linz, wo er 1822 das Gehilfenzeugnis erhielt. 1828 wurde er adjustiert, das Lehrerzeugnis erhielt er 1847. 1822–36 war er als Gehilfe in Bad Hall/OÖ tätig, 1837–47 an der Hauptschule in Kremsmünster. 1850–58 Nachfolger von Karl Benedikt als Musikpädagoge am Stiftsgymnasium tätig, um 1864 wieder an der Volksschule des Marktes als 2. Lehrer. Man rühmte B.s vortreffliche Methode des Gesangsunterrichtes. Im Oktober 1871 trat B. seinen Ruhestand an. Neben seiner Lehrtätigkeit fand er ab 1837 auch als erster Stiftsviolinist Verwendung. Im Jahr 1869 bezog B. für seine Dienste ein Gehalt von 42 fl. Von seinen Kompositionen sind zwei Lieder bekannt: Die ihr dort wallet und Was ist das für ein holdes Kind. Beide für Singstimme und Klavier (A-KR).
Ehrungen
- Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone (1870)
Werke
2 Lieder f. Singstimme u. Kl. (A-KR): Die ihr dort wallet und Was ist das für ein holdes Kind.
Literatur
- Kellner 1956, 701, 703f
- A. Lindner, Musikpflege in den oberösterreichischen Stiften 2008, 324
- Verzeichnis des Personal-Standes in den dt.en Schulen der Diöcese Linz 1826, 55, 1838, 45, 1864, 68
Autor
- Klaus Petermayr
Letzte inhaltliche Änderung
29.11.2017Empfohlene Zitierweise
Klaus Petermayr, Art. „Bayer, Joseph“ (29.11.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0036a8f5 (abgerufen am )
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