Aus einfachen Verhältnissen stammend, kam er 1873 zum Medizinstudium nach Wien, arbeitete allerdings bald als freier Mitarbeiter beim Neuen Kikeriki, Kladderadatsch und der Österreichischen Bürgerzeitung, dann bei der Tagespresse und beim Floh. Jahrzehnte lang Redakteur beim Illustrirten Wiener Extrablatt, galt B. um die Jh.wende als mächtigster Theaterkritiker Wiens. Libretti schrieb er ab 1886 (z. T. gemeinsam mit H. Wittmann) u. a. für K. Millöcker, J. Strauss Sohn, Ad. Müller jun., F. Lehár, außerdem verfasste er Possen.
Ehrungen
- Ehrenmitglied der AKM und des Journalisten- und Schriftstellervereins Concordia 1928
Werke
13 Libretti (u. a. Der arme Jonathan [M: K. Millöcker], Der arme Jonathan [M: K. Millöcker]Die Juxheirat [M: F. Lehár], Fürstin Ninette [M: J. Strauss Sohn]); Gedichte
Literatur
- Czeike 1 (1992)
- Stieger III/1 (1979)
- R. Müller in ÖBL Online (www.biographien.ac.at, 2/2015)
- http://agso.uni-graz.at (2/2015)
- www.akm.at (2/2015)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
5.4.2023Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Bauer, Julius (Gyula; Pseud. Sebastian Brant der Jüngere)“ (5.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f7ff (abgerufen am )
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