Stammt aus einer Lautenistenfamilie, kam als Knabe an den ungarischen Königshof. 1540 ging er nach Frankreich und Italien. Seit 1549 im Dienste des polnischen Königs Sigismund II. August in Krakau, fand im preußischen Herzog Albrecht d. Ä. v. Brandenburg einen Gönner und hielt sich mehrmals an dessen Hof in Königsberg auf, erhielt 1565 in Wien von Maximilian II. ein kaiserliches Druckprivileg für sein Lautenbuch Harmonia Musica. Ab 1.7.1566 Lautenist am Hofe Maximilians II. Im Frühjahr 1568 wurde er Nachfolger seines Bruders Michael als siebenbürgischer Hoflautenist bei Fürst Johann Sigismund. 1570 aus politischen Gründen verhaftet, 1571–76 in Padua. B.s Motetten-Absetzungen folgen weitgehend dem vokalen Original, durch reiche Ornamentierung wird aber die spezifische Lautenspieltechnik berücksichtigt. B. verstarb an der Pest.
Gedenkstätten
- Gedenktafel am Geburtshaus in Kronstadt (s. Abb.)
Werke
Originalwerke für Laute sowie Intavolierungen, gedruckt: Intabulatura Valentini Bacfarc [...] liber primus 1553; Valentini Greffi Bacfarci Pannonii Harmoniarum Musicarum [...] tomus primus 1565 (DTÖ 37 [1911]).
Literatur
- MGG 2 (1999)
- NGroveD 2 (2001)
- I. Homolya, B. 1982 (dt. 1984)(B. Bálint élete és művei (1507–1576) / Der Lautenist V. B., Leben und Werke (1507–1576), 1935; A. Adam in NDB online, 8/2023)
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
10.8.2023Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Bakfark (Greff, alias B., versch. Schreibweisen), Valentin“ (10.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f7bc (abgerufen am )
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