Aumer, Jean-Louis

* 21.4.1774 (1776?) Straßbourg/F, † 23.7.1833 Saint-Martin-de-Boscherville/F

Tänzer, Choreograph und Ballettmeister.

Studierte u. a. in Bordeaux/F bei Jean Dauberval, war in Paris und London engagiert. Wichtige Ballettmeisterengagements in Kassel/D, Lyon/F, Wien (1809, 1814–20) und Mailand. A.s wesentliche Vermittlertätigkeit zwischen der klassischen und romantischen Ära des Balletts einerseits und dem französischen und dem mitteleuropäischen Raum andererseits gelang durch das Aufgreifen zusätzlicher Themenkreise (das Phantastisch-Irreale) sowie neuer kompositorischer Mittel (Spitzentanz und verstärkter Einsatz des Corps de ballet).

Werke

u. a. Die Pagen des Herzogs von Vendôme (M: A. Gyrowetz, Wien 1815), Alfred der Große (M: W. v. Gallenberg, Wien 1820), La Somnambule ou L’Arrivée d’un nouveau seigneur (M: L. J. F. Hérold, Paris 1829), Manon Lescaut (M: J. F. E. Halévy, Paris 1830).

Literatur

  • PiperEnz 1 (1986)
  • MGG 1 (1999)

Abbildungen

Autorin

  • Gunhild Oberzaucher-Schüller

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Aumer, Jean-Louis“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f780 (abgerufen am )

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