Studierte u. a. in Bordeaux/F bei Jean Dauberval, war in Paris und London engagiert. Wichtige Ballettmeisterengagements in Kassel/D, Lyon/F, Wien (1809, 1814–20) und Mailand. A.s wesentliche Vermittlertätigkeit zwischen der klassischen und romantischen Ära des Balletts einerseits und dem französischen und dem mitteleuropäischen Raum andererseits gelang durch das Aufgreifen zusätzlicher Themenkreise (das Phantastisch-Irreale) sowie neuer kompositorischer Mittel (Spitzentanz und verstärkter Einsatz des Corps de ballet).
Werke
u. a. Die Pagen des Herzogs von Vendôme (M: A. Gyrowetz, Wien 1815), Alfred der Große (M: W. v. Gallenberg, Wien 1820), La Somnambule ou L’Arrivée d’un nouveau seigneur (M: L. J. F. Hérold, Paris 1829), Manon Lescaut (M: J. F. E. Halévy, Paris 1830).
Literatur
- PiperEnz 1 (1986)
- MGG 1 (1999)
Abbildungen
Autorin
- Gunhild Oberzaucher-Schüller
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Aumer, Jean-Louis“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f780 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

