Sie sind zentralistisch organisiert und wirken heute als Seelsorgerorden. Die Wiener Hofkirche St. Augustin gehört zur bayerischen Ordensprovinz.
Seit 1244 verwendet der Orden die (kürzere) römische Kurialliturgie, der Choral ist vereinheitlicht durch die Ordinationes et ordinarium cum notis, ca. 1284. 1742 druckten die Wiener A.-E. ein eigenes Antiphonale, eine Bearbeitung des Venediger Druckes von 1732, der in Österreich weit verbreitet war. St. Augustin war Schauplatz der öffentlichen Hofgottesdienste. Heute ist die Kirche Pflegestätte traditioneller Kirchenmusik, besonders der Wiener Klassik, den Augustinerchor gründete 1950 J. Schabaßer.
Literatur
- F. W. Riedel, Kirchenmusik am Hof Karls VI. 1977
- MGG 1 (1994)
Autor
- Franz Karl Praßl
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Franz Karl Praßl, Art. „Augustiner-Eremiten (Ordo Fratrum Sancti Augustini, OSA, früher OESA)“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f77a (abgerufen am )
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