Ariston

Mechanisches Musikinstrument

Als Drehinstrument mit durchschlagenden Zungen verfügt es über auswechselbare Platten (in Wien „Noten“ genannt), womit – im Gegensatz zu den melodisch begrenzten Stiftwalzen – das Repertoire bedeutend erweitert werden konnte. Im Zuge der Massenproduktion von mechanisch adaptierten Musiktiteln (Marktführer: Deutschland und USA) kam es Ende des 19. Jh.s in Deutschland zu bewusstseinsbildenden Urheberrechtsprozessen. Das A., Produktname des von Paul Ehrlich erfundenen und in der Fabrik Leipziger Musikwerke, vorm. Paul Ehrlich & Co gebauten Instruments, setzte sich gegenüber Konkurrenzmarken (Herophon, Manopan, Helikon, Phönix, Kalliston, Ariosa, Intona, auch Organetten genannt) durch. In Österreich fand sich dieses für den Innenraum konstruierte Tischinstrument auch in der Hand von Straßenmusikanten (mechanische Musikinstrumente).

Literatur

Autorin

  • Gertraud Pressler

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Gertraud Pressler, Art. „Ariston“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f741 (abgerufen am )

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