Als Drehinstrument mit durchschlagenden Zungen verfügt es über auswechselbare Platten (in Wien „Noten“ genannt), womit – im Gegensatz zu den melodisch begrenzten Stiftwalzen – das Repertoire bedeutend erweitert werden konnte. Im Zuge der Massenproduktion von mechanisch adaptierten Musiktiteln (Marktführer: Deutschland und USA) kam es Ende des 19. Jh.s in Deutschland zu bewusstseinsbildenden Urheberrechtsprozessen. Das A., Produktname des von Paul Ehrlich erfundenen und in der Fabrik Leipziger Musikwerke, vorm. Paul Ehrlich & Co gebauten Instruments, setzte sich gegenüber Konkurrenzmarken (Herophon, Manopan, Helikon, Phönix, Kalliston, Ariosa, Intona, auch Organetten genannt) durch. In Österreich fand sich dieses für den Innenraum konstruierte Tischinstrument auch in der Hand von Straßenmusikanten (mechanische Musikinstrumente).
Literatur
- MGG 2 (1995), 1513ff
- 5 (1996), 1710ff
- H. Kowar, Mechanische Musik 1996
- G. Pressler in G. Haid et al. (Hg.), [Fs.] W. Deutsch 2000
Autorin
- Gertraud Pressler
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002Empfohlene Zitierweise
Gertraud Pressler, Art. „Ariston“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f741 (abgerufen am )
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