Applausus musicus

Spezialform des Ordenstheaters im 18. Jahrhundert

Es handelt sich dabei um kleine musikdramatische Werke mit Glückwunschcharakter, die einerseits mit dem Ordenstheater und andererseits in Verbindung mit der in den Klöstern beliebten Tradition des Ansingens (Neujahr, Geburtstage, Abtwahl) zu sehen sind. Einer Sinfonia folgen eine Reihe von Solonummern, die durch ein Schlussensemble bzw. einen Schlusschor beendet werden; in der anschließenden Licenza wird (in Anlehnung an höfische Traditionen) der zu Feiernde besungen. Der A. wurde szenisch oder halbszenisch in Kostümen aufgeführt; ursprünglich in lateinischer Sprache, treten gegen Ende des 18. Jh.s auch deutschsprachige A.-Kompositionen auf. Das bekannteste Werk dieser Gattung ist J. Haydns Applausus Hob. XXIVa:6 (1768 für Zwettl komponiert).

Literatur

Autorin

  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Applausus musicus“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001fabf (abgerufen am )

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